Erinnerungen eines polnischen Zwangsarbeiters - Konrad Szumiński              Nr. 10.433 - Arbeitserziehungslager Zöschen 1944 – 1945

 

Herausgeber und Übersetzung aus dem Polnischen: Dr. Edward Sułek

Text: Dr. Edward Sułek und Katrin Müller

 

Dr. Edward Sułek

Dr. Edward Sulek, geboren am 18.04.1954 in Pulawy (Polen), studierte nach dem Besuch des Gymnasiums in Pulawy Agrar-wissenschaft in Nitra (heutige Slowakei) und promovierte 1985 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 1995 bis 2014 war er im Landratsamt Saalekreis (vorher Saalkreis) verantwort-lich für die Beziehungen zu den Partner-regionen. Diese für ihn sehr wichtige Aufgabe setzt er bis zum heutigen Tag ehrenamtlich als Dolmetscher und Übersetzer für mehrere Sprachen fort. Seine Motivation und sein Herzenswunsch sind der Erhalt des Friedens und der Dialog zwischen den Nationen. Vor einigen Jahren lernten er und Konrad Szuminski sich während der Gedenktage in Zöschen kennen. Konrad Szuminski hatte diesen Teil seiner Biografie bereits kurz nach dem Krieg niedergeschrieben und so beschloss man gemeinsam, sie auch dem deutschen Leserkreis zugänglich zu machen. Seine Übersetzungs- und Herausgeberarbeit zu diesem Buch widmet Dr. Edward Sulek seiner Enkelin Helena.

Buchbestellung hier:

Ich freue mich, dass der Zeitpunkt nun gekommen ist, dass die von mir aus dem Polnischen ins Deutsche übersetzte Teilbiografie von Konrad Szumiński jetzt veröffentlicht wurde.

Es ist ein kleiner Beitrag dazu, sich immer wieder daran zu erinnern, aus der Vergangenheit zu lernen und den so wichtigen Frieden zu erhalten. Das Buch kann sowohl in der Paperback- als auch in der Hardcover-Variante sowie als e-Book direkt beim Verlag tredition bestellt werden:

 

https://tredition.de/buchshop/

 

Der Erlös aus dem Verkauf kommt sowohl der Jugendarbeit in diesem Bereich als auch meinen anderen sozialen Projekten zugute. Daher wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie das Buch direkt über den Verlag beziehen.

 

ISBN-Nr. für Bestellungen im internationalen Buchhandel: 

Paperback-ISBN: 978-3-7345-2367-0 – 11,99 Euro; Hardcover-ISBN: 978-3-7345-2368-7 – 18,99 Euro; e-Book-ISBN: 978-3-7345-2369-4 – 3,99 Euro

 

Dankeschön für Ihr Interesse! Dr. Edward Sułek

 

Konrad Szumiński

Konrad Szuminski wurde am 26.11.1925 in Gniezno (Polen) geboren. Seine Mutter führte die eigene Drogerie, sein Vater diente als Offizier in der polnischen Armee. In seinem Buch erinnert er sich an den unmenschlichen Aufenthalt im Arbeitserziehungslager Zöschen. Fünf Monate war er dort zwischen 1944 - 1945 als Zwangsarbeiter inhaftiert. Krankheit, Kälte, Hunger und Schläge begleiteten ihn bei seinen täglichen Arbeitseinsätzen in Leuna. Nach dem Krieg beendete er sein Studium als Chemieingenieur an der Schlesischen Technischen Hochschule und bekam für seine Arbeit in der Chemie- und Gasindustrie zahlreiche Auszeichnungen.
Seit über 60 Jahren ist er glücklich mit seiner Frau Danuta verheiratet und lebt bis heute in Siemianowice Slaskie (Ober-schlesien). Er ist dankbar, dass seine Kinder, seine Enkelin und sein Urenkel bisher in Frieden aufwachsen konnten. Einen Groll gegen die Deutschen verspürt er nicht. Im Gegenteil. Er schätzt die vielen beständigen und herzlichen Freund-schaften, die er seit Jahrzehnten pflegt.


Im Oktober 2016 begleitete ich eine Gruppe von 20 Schülerinnen und Schülern des Burggymnasiums Wettin sowie deren beide Lehrerinnen und Peter Wetzel von der Geschichtswerkstatt Merseburg beim Besuch der Gedenkstätte Treblinka in Polen. Es war eine große Freude zu erleben, wie Konrad Szuminski und seine Familie sich freuten, als ich ihnen davon erzählte, dass zwei Schülerinnen - Laura und Luisa - bereits mit ihrem Blog ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt haben. Lesen Sie selbst, wie sie diesen Besuch aus ihrer Sicht erlebt haben:

 

http://vergessenestreblinka.weebly.com/

 

Diese Eindrücke sollen nun auch für andere erlebbar gemacht werden. UNBEGREIFLICHES soll dabei greifbar gemacht werden. Mit einer Ausstellung soll vordergründig der Opfer gedacht werden. Dies soll in Form einer Wandinstallation in der Schule umgesetzt werden. Die Projektgruppe möchte dazu 17.000 Knöpfe als symbolischen Akt sammeln und annähen. Dies entspricht der maximalen TÄGLICHEN Opferzahl. Die Eröffnung wird am 31.08.2017 sein. Am Freitag, dem 01.09.2017, sind alle herzlich eingeladen, sich die Ausstellung anzusehen, mit den Jugendlichen der Projektgruppe ins Gespräch zu kommen und natürlich fleißig Knöpfe anzunähen. Auch am 16.09.2017 wird es dazu noch Gelegenheit geben.